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Das Problem der Steißlage

4 April 2011

Schwanger, Foto: Ronny Senst / pixelio.de

Bevor Kinder auf die Welt kommen drehen sie sich im Mutterleib mit dem Kopf nach unten. Für die Geburt ist das am praktischsten, da der Kopf zunächst das größte Körperteil des Babys ist. So kann der Geburtskanal geweitet werden und es ist ausreichendPlatz für den Rest des Körpers vorhanden.
Bei manchen Schwangerschaften geschieht diese Drehung jedoch genau nicht. Das kann sehr riskant für Mutter und Kind werden. Bleibt diese Drehung aus nennt man das eine Steinlage des Kindes. Das Baby bleibt wie in der vorgehenden Zeit der Schwangerschaft aufrecht im Mutterleib sitzen. Das gefährliche an so einer Situation ist, dass bei einer Steinlage der Körper zuerst geboren wird. Der Kopf bleibt mit der Nabelschnur im Mutterleib. Bei solch einer Position kann es passieren dass sich die Nabelschnur um den Hals des Kindes legt und ihm die Luft nimmt. Die Sauerstoffversorgung wird unterbrochen. Das kann große Schäden mit sich bringen oder sogar zum Tod führen.

Aus diesem Grund ist bei einer kritischen Steinlage des Kindes immer ein OP-Team vorbereitet dass im Notfall einen Kaiserschnitt durchführt. Die Mutter des Kindes wird für diese Vorgang in Vollnarkose versetzt um das Baby so einfach wie möglich aus dem entspannten Körper der Mutter entbinden zu können. In Einzelfällen ist es auch möglich, das Kind mit einem Spezialgriff aus dem Mutterleib zu befreien. Trotzdem ist eine solche Lage des Kindes niemals zu unterschätzen, weswegen die Geburt, egal ob Kaiserschnitt oder natürliche Geburt, trotzdem immer von Experten und Oberärzten betreut wird.

Wenn feststeht dass das Kind sich in einer Steinlage befindet gibt es auch einige hilfreiche Tips und Tricks die die Mutter selbst anwenden kann um das Baby möglicherweise von einer Drehung zu überzeugen. Bei der so genannten “Indischen Brücke” wird das Becken für einen Zeitraum von zehn Minuten extrem hoch gelagert. Durch diese Stellung soll es das Baby im Mutterleib unbequem haben und sich von alleine drehen.

Ob man eine Steißgeburt wagen sollte oder nicht muss in jedem Falle der behandelnde Arzt entscheiden.