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Informationen zum Thema Stammzellen

16 Mai 2011
Stammzelle, Foto von GMF-Productions/flickr.com

Stammzelle, Foto von GMF-Productions/flickr.com

Was genau hat es eigentlich mit dem Nabelschnurblut auf sich? Immer noch ranken sich viele Fragen um dieses Thema. Auf die wichtigsten von ihnen soll im Folgenden eine Antwort gegeben werden:

Das Nabelschnurblut enthält wertvolle Stammzellen. Wertvoll deshalb, weil diese Stammzellen natürliche Alleskönner sind, die dem Körper nach einer Schädigung im Rahmen einer Stammzellentherapie bei der Regeneration helfen. Stammzellen können dabei gerade dort helfen, wo andere Therapien weniger oder gar nicht erfolgsversprechend sind. Dies gilt etwa für die Behandlung von Leukämie oder für die Behandlung von Kindern mit Herzfehlern, für die aus Stammzellen Herzklappen hergestellt werden. Es ist abzusehen, dass sich in den kommenden Jahren das Einsatzgebiet der Stammzellen noch weiter ausweiten wird: Anwendungsgebiete könnten etwa Diabetes, Parkinson, Multiple Sklerose oder Alzheimer sein.

Das Nabelschnurblut enthält besonders viele Stammzellen. Diese sind sehr jung, unbelastet, äußerst gut verträglich und einfach zu gewinnen. Die eigenen Stammzellen sind in aller Regel – eine Ausnahme bilden Leukämien – für eine erfolgreiche Behandlung besser geeignet als fremde Stammzellen. Aber auch das Spenden von Stammzellen kann für Mitmenschen äußerst wertvoll werden! In etwa 120 Geburtskliniken in Deutschland kann man das Nabelschnurblut einer Spenderdatei schenken. Die Einlagerung der Stammzellen für das eigene Kind bei einer privaten Nabelschnurbank ist freilich ebenfalls möglich, aber kostenpflichtig.

Übrigens, Nabelschnurblut ist ethisch auch für Skeptiker völlig unbedenklich: mit den umstrittenen embryonalen Stammzellen haben sie nichts zu tun.