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Die Wochenbettdepression

26 Dezember 2011
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Für viele Frauen geht die Geburt des eigenen Kindes mit einer sehr großen emotionalen Anspannung und Belastung einher. Viele reagieren auf die Geburt mit dem sogenannten Babyblues. Auch wenn man erwarten würde, dass nach der Geburt die Freude überwiegen sollte, tritt danach eine tiefe Traurigkeit auf. Wenn so etwas auftreten sollte, darf man es keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen, da es sich dabei womöglich um eine postpartale Depression handelt.

Schätzungen zu Folge tritt eine postpatale Depression (postpartal = nach der Geburt) bei 50% bis 80% der Mütter unmittelbar nach der Geburt auf. In den meisten Fällen ist eine solche Depression nicht von Dauer. Dann spricht man vom sogenannten Babyblues. Dabei leiden die Mütter unter Stimmungsschwankungen, sind traurig und weinen oft. Dieses Stimmungstief wird durch die extreme Hormonumstellung im Körper verursacht. Denn ungefähr vier Tage nach der Geburt fallen Östrogen- und Progesteronwerte im eigenen Körper ab, dagegen nimmt die Prolaktinproduktion für die Milchbildung zu.

In den meisten Fällen soll der Babyblues nach nur wenigen Tagen abklingen. Wenn er aber über zwei oder mehr Wochen anhalten soll oder auch erst eine Woche nach der Geburt eintritt, sprechen Ärzte bereist von einer Wochenbettdepression. Die Betroffenen haben dabei mit den gleichen Symptomen zu kämpfen wie bei einer typischen Depression. Am Anfang wird öfter angenommen, dass das schlechte Befinden aufgrund des fehlenden Schlaf aufgetreten ist, wegen der körperlichen Umstellung oder aber wegen der ungewohnten Rolle als Mutter. In der Tat kann es gleich mehrere Ursachen, die für eine postpartale Depression verantwortlich sind. Dazu gehören die Umstellung der Hormone im Körper aber auch andere Faktoren wie Angst, unbekannte Erfahrungen, Überlastung durch die vielen und zudem neuen Aufgaben, die sich eine Mutter stellen soll.

Auch psychische Leiden, die bereits vor der Entbindung vorhanden waren, sind ein möglicher Faktor. Es gilt als bewiesen, dass Frauen, die bereits vor der Geburt an einer psychischen Erkrankung litten, mit größerer Wahrscheinlichkeit auch an einer postpartalen Depression erkranken können. Eine postpartale Depression kann auch dann auftreten, wenn die Mutter aus zerrütteten Familienverhältnissen kommt, ein schwaches Selbstwertgefühl hat oder traumatische Erlebnisse hinter sich hat. Auch wenn diese Faktoren bekannt sein soll, lässt sich eine solche Depression allerdings nicht mit Sicherheit vorhersagen.

Eine solche Erkrankung sollte auf jeden Fall fachgerecht behandelt werden.