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Wenn ein Kind zur Welt kommt, leistet in erste Linie natürlich die Mutter die Arbeit im Kreissaal. In Filmen wird der werdende Vater im Kreissaal oft ohnmächtig, wartet lieber draußen oder schafft es gar nicht erst rechtzeitig in die Klinik um bei der Geburt des Kindes dabei zu sein. In der realen Welt sind Väter jedoch immer mehr interessiert. Sie wollen dabei sein, der Partnerin den Rücken stärken und das Wunder der Geburt mit eigenen Augen sehen. Trotzdem ist die allgemeine Filmdarstellung des Vaters gar nicht mal so übertrieben, denn viele werdende Väter haben verschiedene Ängste vor ihrer Rolle im Kreißsaal.Welche Ängste genau dahinter stecken, haben 2 Berliner Gynäkologen mit Hilfen von Umfragen an der Berliner Charité untersucht. Befragt wurden 86 Männer, die Ihre Frauen in der Klinik in den Kreissaal begleitet haben. Insbesondere die Angst zu versagen, sich hilflos zu fühlen während der Geburt, stand ganz oben auf der Ergebnisliste. Immerhin haben sich 29 Prozent der Männer davor gefürchtet.
Auch die Sorge darum, dass sie das Klinikpersonal oder sogar die eigene Frau mit ihrer Anwesenheit bei der Geburt stören könnten, hatten immerhin 15 Prozent der Studienteilnehmer. 10 Prozent ängstigten sich vor dem berühmten in Ohnmacht fallen. Tatsächlich ist jedoch nur einer der werdenden Väter ohnmächtig geworden. Einem weiteren wurde während der Geburt übel, während sich drei der werdenden Väter entschlossen den Kreissaal zu verlassen, als sie die Situation nicht mehr aushalten konnten.
Als die Geburt erst einmal überstanden war, kam das Selbstvertrauen der Väter schnell wieder zu zurück. Immerhin gaben 94 Prozent der Befragten an, das Gefühl zu haben während der Geburt hilfreich gewesen zu sein. Keiner der Männer hatte es bereut mit im Kreissaal gewesen zu sein.
Trotzdem gab es Momente, die die Männer als besonders schlimm empfunden hatten. So zum Beispiel der Augenblick in dem die Frau zu weinen oder zu schreien anfing. Schlimm war es für die werdenden Väter natürlich auch, wenn Komplikationen während der Geburt auftraten oder es plötzlich hektisch im Kreißsaal wurde.
Gleichzeitig konnten sie aber auch besonders schöne Momente benennen. So zum Beispiel der Blick in die Augen der Mutter, wenn alles überstanden war oder auch der erste Schrei des Babys, nachdem es das Licht der Welt erblickt hatte.
Insgesamt wird deutlich, dass das Interesse der Väter am Vorgang der Geburt teilzuhaben, im Gegensatz zu früher, stark zugenommen hat. Viele Ängste der Männer untereinander sind ähnlich, bewahrheiten sich jedoch am Ende nicht unbedingt. Wie bei vielen anderen Dingen im Leben auch, macht man(n) sich meist vorher mehr Sorgen als Dinge dann wirklich eintreten.
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