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Der Kaiserschnitt – Vorbereitung und Risiken

13 Oktober 2012
Bild: © Farina3000 - Fotolia.com - Ein Kaiserschnitt birgt auch Risiken

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Der Kaiserschnitt (Sectio caesarea) ist eine Operation, bei der ein Kind entbunden wird. Wie bei jeder Operation gibt es auch hier Risiken, wie beispielsweise Thrombose oder Embolie. Natürlich hat sich die Operationstechnik im Laufe der Zeit weiterentwickelt, sodass weitere Risiken eher nebensächlich klingen. Dennoch sollte man sich vor Augen halten, dass durch falsches Schneiden der Körper dauerhafte Schäden mit sich tragen könnte oder aber, dass die Narben nicht gut heilen und weiterhin schmerzen. Im schlimmsten Fall ist es sogar möglich, dass die Mutter bei der Geburt stirbt. Um das einmal statistisch zu untermauern, hier ein paar Daten: Tod der Mutter bei einem Kaiserschnitt 1:57 000, Tod der Mutter bei einer normalen Geburt 1:150 000. Daher sollte man einen Kaiserschnitt gut vorbereiten und nur im äußersten Notfall durchführen lassen.

Wer sich dennoch dafür entscheidet, sollte sich schon mal rational und vor allem emotional darauf vorbereiten, wie diese Operation verläuft.

Zuerst wird der schwangeren Frau der Schambereich rasiert, um eine sterile Oberfläche für die Operation zu bieten. Selbstverständlich kann sie die Rausur auch selbst vornehmen. Dann wird ein Blasenkatheter gelegt, der bis zum nächsten Tag bestehen bleibt. Wenn diese Vorbereitungen abgeschlossen sind, entkleidet sich die Schwangere und legt sich auf den Operationstisch. Dort wird sie mit vielen Tüchern zugedeckt.

Vor dem Operationsbeginn hat man sogar noch die Möglichkeit, sich zwischen drei verschiedenen Arten der Narkose zu entscheiden, z. B. für eine Vollnarkose. Hierbei wird sie schwangere Frau in einen künstlichen Schlaf versetzt und bekommt von der Operation nichts mit. Dann gibt es noch die Spinalanästhesie und die Peridualanästesie (PDA), dabei wird die Narkose direkt in die Nervenenden in der Wirbelsäule gegeben. So wird nur alles unterhalb der Einstichstelle betäubt und die Frau ist bei der Geburt wach. Daher der Name örtliche Betäubung. Das hat den Vorteil, dass die Frau sofort nach der Geburt das Baby in die Arme nehmen und auch gleich stillen kann.

Im Allgemeinen nimmt ein Kaiserschnitt ohne Risiken ca. eine Stunde in Anspruch.

Wie funktioniert ein Kaiserschnitt?

15 Juni 2011

Mittlerweile sind Kaiserschnitte absolute Routineeingriffe. Fast 20 Prozent aller Geburten in Deutschland laufen so ab. Geplante Kaiserschnitte werden meist unter einer PDA durchgeführt, das ist die Art der Narkose. Hierfür wird ein Betäubungsmittel zwischen die Lendenwirbel gespritzt. Das kann etwas schmerzhaft sein doch sobald das Mittel wirkt ist man ab da völlig Schmerzfrei.

Baby nach dem Kaiserschnitt, Foto: Frau Trixie_Flickr

Diese Art der Narkose hat vor allem den Hintergrund dass die Frau nach der Entnahme des Babys das Kind bei vollem Bewusstsein direkt in die Arme nehmen kann. Doch bevor es so weit ist muss das Baby erst einmal auf die Welt geholt werden. Unter guter Beobachten wird nach Eintreten der Betäubung am Unterbauch ein Schnitt getätigt.  Zunächst wird die Bauchdecke geöffnet, dann wird ein Schnitt in die Gebärmutter gemacht. So kann das Baby durch diese Öffnung vorsichtig heraus gehoben werden.

Das ist schon alles, wie gesagt: Ein Routine Engriff. Der schwierigste Teil der Operation erfolgt erst nachdem das Kind auf der Welt ist. Um die Wundflüssigkeit abfließen zu lassen, muss eine Drainage gelegt werden. Außerdem muss der Schnitt sauber vernäht werden.

Nach der Operation sind die meisten Frauen sichtlich geschwächt. Eine Narkose bedeutet immer Anstrengung für die frische gebackene Mutter, denn der Körper muss sich erst von diesen Strapazen wieder erholen. Die Narbe verheilt jedoch meistens relativ schnell und ist auch schon sehr bald kaum mehr zu erkennen. Trotzdem ist es wichtig sich auszuruhen und den Körper zu schonen. Manche Mutter sind deswegen etwas traurig nach dem Kaiserschnitt da es für sie eine Anstregung darstellt das eigene Baby zu halten.

Man sollte sich das Glück der Geburt jedoch nicht nehmen lassen, egal auf welchem Wege, die Belohnung wird in jedem Fall das eigene Kind sein!