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Vegetarisch in der Schwangerschaft

6 Januar 2012
© detailblick - Fotolia.com

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Geht das überhaupt: Vegetarisch schwanger? Die Antwort ist ganz einfach: Na klar! Wenn sie jedenfalls schon vor ihrer Schwangerschaft auf Fleisch verzichtet haben, gibt es keinen Grund, warum sie nun wieder anfangen müssten, Fleisch zu essen. Dennoch gibt es einige Besonderheiten zu beachten, damit es nicht zu einem Nährstoffmangel kommt. Doch um ausgewogen, abwechslungsreich und energiereich zu essen, braucht es keine tierischen Produkte, auch wenn in diesen besonders viele wichtige Stoffe stecken.

Allgemein gilt: Viel Obst und Gemüse, Vollkorn- und Milchprodukte. Die Süßigkeiten, Weißmehl- oder Fertigprodukte lieber im Schrank lassen – denn zu diesen greifen Vegetarier besonders häufig und diese sind alles andere als gesund. Wer hingegen auch auf Milch und Eier verzichtet hat, sollte sich überlegen, den Verzicht kurzzeitig zu unterbrechen – sonst kann es schwer werden, alle nötigen Nährstoffe zusammenzubekommen. Dann riskiert man eine Mangelversorgung des eigenen Säuglings und riskiert alle möglichen Erkrankungen. Daher empfehlen Experten veganen Schwangeren auch stets, ihre Ernährungsgewohnheiten für die Zeit der Schwangerschaft umzustellen. Besonders schwer kann es werden, das Vitamin B 12 anzureichern. Dieses wird zum Aufbau des Nervensystems des Säuglings benötigt und regt die Bildung roter Blutkörperchen an.

Besonders kritisch wird es bei Eisen und Jod. Eisen steckt hauptsächlich in Fleisch, Jod in Fisch – wer weder Fisch, noch Fleisch isst, geht also beinah leer aus. Doch bei der Vorsorgeuntersuchung beim Arzt werden sie regelmäßig auf einen Eisenmangel kontrolliert, zur Not gibt es Medikamente. Besser ist natürlich, einem Eisenmangel vorzubeugen: Grünes Gemüse wie Brokkoli oder grüne Bohnen, Linsen, Hirse, Weizen- und Haferlkleie sowie Vollkornprodukte beinhalten besonders viel Eisen. Wer konsequent Jodsalz zum Kochen verwendet, sollte auch ohne den Genuss von Fischen zu seinem Jod kommen.