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Frühgeburt in der 33. Woche – Ein Erfahrungsbericht

18 April 2011

Schwangerschaft, Foto: Grace Winter

Hallo! Mein Name ist Sonja und ich habe vor 10 Monaten meinen Sohn zur Welt gebracht. Er heißt Jonas und mittlerweile geht es ihm gut. Warum ich schreibe mittlerweile?

Weil er es nicht leicht hatte, denn er kam als Frühchen in der 33.SWS auf die Welt.

Wenn ich zurückdenke, kann ich nur sagen,dass meine gesamte Schwangerschaft schwierig war. Es fing damit an, dass ich im ersten Tertiär extreme Übelkeit und Kreislaufprobleme hatte. Den meisten Frauen ist ja morgens übel, aber ich konnte mich täglich ab ca. 6 uhr Morgens übergeben,wobei dieses Erbrechen und das Schwindelgefühl oftmals bis Mittags anhielt.

Ab der 16. SWS ging es mir dann eigentlich relativ gut und ich konnte wieder normal essen und legte auch ordentlich an Gewicht zu. In der 32. SWS passierte es jedoch! Ich war gerade, passenderweise mit dem Bus auf dem Weg zum Geburtsvorbereitungskurs, als ich merkte, dass meine Hose nass war. Ich guckte nach unten und dachte im ersten Moment: wie peinlich, jetzt drückt das Baby so auf meine Blase, dass ich nicht mal mehr merke, wenn ich auf Toilette muss und pinkele mir in die Hosen!

Als mir einige Sekunden später klar wurde: Oh Gott, dass ist kein Urin, das ist Fruchtwasser. Ich war so panisch, dass ich dem durch den ganzen Bus rief: Halten sie den Bus an, ich bekomme mein Baby!

Alle schauten mich an und der Busfahrer trat auf die Bremse, als ein Mann zu mir kam und sagte, er sei Arzt und mich fragte, in welcher SWS ich wäre. Ich war so durcheinander, dass ich erstmal rechnen musste und mir dann auffiel, dass ich erst am Ender der 32.SWS war. Er ist dann sofort mit mir ausgestiegen und hat uns ein Taxi gerufen. Im Taxi rief ich dann meinen Freund an und sagte ihm, in welches Krankenhaus er kommen sollte.

Der nette Mann, übrigens inzwischen ein guter Freund von uns, versuchte mich zu beruhigen und sagte, dass alles gut werden würde. Ich muss sagen, dass das auch das Einzige war, was ich in diesem Moment hören wollte!

Im Krankenhaus angekommen, wurde mir sofort ein Trop mit Wehenhemmendem Mittel angelegt. Außerdem sagten die Ärzte, dass sie damit versuchen würden, dass das Baby noch mindestens 1 Woche im Mutterleib bliebe, damit die Lungenreife sich noch verbessern würde. Denn vor der 34. SWS seien die Überlebenschanchen aufgrund der unreifen Lungenflügel kritisch.

Ich hatte so eine Angst. Aber Gott sei Dank verlief alles gut. Und nach 9 Tagen mit Wehen hemmenden Mitteln und 8  schlaflosen Nächten, kam Jonas dann am 09.02.2010 gesund zur Welt.

Er hatte durch die Frühgeburt keinerlei Schäden erlitten und ist heute ein quietschfideler Säugling, dem man es nicht mehr ansieht, dass er bei seiner Geburt nur 1850g wog.

Ein Tag in der 33. Schwangerschaftswoche – Ein Erlebnisbericht

3 April 2011

Schwanger, Foto: alt_f4 / pixelio.de

33. Schwangerschaftswoche. Der Countdown läuft. Unfassbar wie schnell die Zeit vergeht. Eben gerade noch hat man den positiven Schwangerschaftstest in den Händen gehalten und nun steht die Ankunft des Kleinen kurz bevor.

Scheinbar kann er es, genauso wie ich, auch kaum noch erwarten. Fröhlich boxt und tritt er mich in den Bauch, als ob er seine Gliedmaßen schonmal ordentlich trainieren will, in Erwartung der Dinge die da kommen. Da unser Kleiner jedoch gar nicht mal so klein (für sein Alter) ist, macht mir das manchmal ganz schön zu schaffen.

Der Geburtsvorbereitungskurs liegt auch schon hinter uns. Begierig haben wir alle Informationen aufgesogen. Ich bin froh, dass meinem Freund dadurch ein bisschen die Angst vor der Hausgeburt genommen wurde. Für mich stand schon immer fest, dass ich mein Kind wenn möglich zu Hause zur Welt bringen will. Mein Schatz war zunächst etwas skeptisch, hat sich schlussendlich jedoch bekehren lassen. Wir haben auch eine Hausgeburt, die unsere Hebamme betreut hat, auf DVD gesehen. Ich hatte richtig Gänsehaut bekommen.

Langsam werde ich richtig ungeduldig. Nicht, weil ich langsam die Nase voll von den Tritten und Hieben in meinem Bauch habe, sondern weil ich es einfach nicht erwarten kann, mein erstes Kind in den Armen zu halten.