
Bild: © panthermedia.net/ 3734 (Stefan Dinse) - Die ersten Zähne schmerzen. Zahnfleisch-Massagen und andere Hausmittel können den Schmerz lindern.
Frischgebackene Eltern haben es oft schwer. Ständig muss man erraten können, was das Neugeborene mit seinem Geschrei artikulieren will. Im fünften, sechsten Monat etwa wird es besonders nervenzerreibend. Die ersten Zähne kündigen sich an und mit ihnen weitere schlaflose Nächte. Babys haben bereits vor ihrer Geburt Zähne, die sich unter dem Zahnfleisch entwickeln.
Zahn für Zahn, die Qual für Kleinkinder
Manche Zähne lassen auch länger auf sich warten, doch sobald sich der erste Zahn herausgebildet hat, folgt monatlich ein Neuer. Im Schnitt sollte ein zweieinhalb-jähriges Kind 20 Zähne haben, die sogenannten Milchzähne. Diese fungieren als sogenannte Platzhalter, damit der Ober- und Unterkiefer sich dementsprechend entwickeln kann. Im Einschulungsalter beginnt dann das umgekehrte Spiel – die Zähnchen fallen aus und danach brechen die „neuen“ Zähne durch, 32 in der Anzahl. In dem Alter ist es dann schon leichter sich mit seinem Kind zu verständigen, daher ist es bei Babys wichtig, die Anzeichen richtig zu deuten. Meist kündigen sich die ersten Zähne mit einem vermehrten Speichelfluss an, das Herumkauen an Spielzeugen, Schnuller oder den eigenen Fingern nimmt rapide zu. Die Belastbarkeit des Kindes wird hart erprobt, die Kieferknochen fangen an zu spannen, das Zahnfleisch kann anschwellen und es kann auch schonmal jucken und drücken, wenn die Neulinge durchbrechen wollen. Das Immunsystem ist beeinträchtigt, deswegen muss man besonders vorsichtig sein, leicht können Babys Fieber bekommen, gerötete Wangen oder Verdauungsprobleme. Da ist es nur verständlich, wenn das Baby nun des Öfteren herumquengelt und uns des Nachts auf Trab hält.
Hausmittel gegen den Zahnschmerz bei Babys
Deswegen ist es die Aufgabe der Eltern, seinem kleinen Nachwuchs so gut wie möglich zu helfen. Da Kauen schon hilft, aber nicht ständig die Finger dazu gebraucht werden sollten, geben sie ihrem Baby ein Stück hartes Brot oder Gemüse, worauf es rumkauen kann. Um dem Juckreiz vorzubeugen, können sie auch das Zahnfleisch ihres Kindes massieren, zum Beispiel mit genoppten Fingerhüten aus Silikon. Sie können auch auf altbewährte Haushaltsmittel wie Kamillen- oder Salbeitee zurückgreifen und mit einem Wattestäbchen die entzündungshemmenden Kräuter so aufzutragen.
Wenn alles nicht hilft und es allzu schlimm wird und häufiger Fieber auftritt, sollten sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, denn nicht alle beschriebenen Symptome müssen nur vom ersten Zahn kommen. Seien Sie also behutsam mit ihrem Neugeborenen und versuchen Sie ihm und Ihnen die Nächte wieder erholsamer zu gestalten.






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