Frauen haben vermehrt Komplikationen, wenn sie während der Schwangerschaft an Grippe erkranken. Deswegen sollen Schwangere ab dem 2. Trimenon unbedingt gegen Influenza geimpft werden, so die dringende Empfehlung der ständigen Impfkommission.
Eine Influenzainfektion kann während der Schwangerschaft zu schwerer verlaufenden Erkrankungen, höheren Hospitalisierungsraten und erhöhter Mortalität führen. Ab der 20. Woche steigt das Risiko für schwerwiegende Verläufe der Influenzainfektion noch deutlicher an. Im dritten Trimenon ist das Risiko am höchsten.
Die Empfehlung der ständigen Impfkommission ist eine Konsequenz aus der Schweinegrippe-Pandemie. Während der Pandemie erkrankten Schwangere häufiger als andere Bevölkerungsgruppen und hatten zudem besonders schwere Krankheitsverläufe. Das führte dazu, dass sie vermehrt in eine Klinik eingewiesen werden mussten. Während der H1N1-Pandemie war der Anteil schwangerer Frauenan auch an Todesfällen überproportional hoch. Eine häufig berichtete Komplikation während der H1N1-Pandemie waren zudem Frühgeburten. All diese Gründe sprechen dafür, dass sich Schwangere gegen Influenza impfen lassen sollen.
Ein weiterer Grund für die Impfung: nicht nur die werdende Mutter, sondern auch ihr neugeborenes Kind profitiert von der Impfung. Denn die Antikörper, die während der Schwangerschaft über die Plazenta auf den Fetus übertragen werden, schützen auch das Neugeborene.
Studien aus den USA zeigen außerdem, dass die saisonalen Grippeimpfstoffe für Schwangere unbedenklich sind.
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